28.05.2018 13:33 Alter: 236 Tag(e)

Rollstuhlbasketball als Profiltag

Von: M.H.

Am 09.05.2018 fand für den 11. Jahrgang der Profiltag statt. Die jeweiligen Profile suchten sich ein Ereignis, welches spezifisch zu deren Profil passt. Das Sport-Profil wählte unter anderem Rollstuhlbasketball. Diesen Vorschlag machte ein Schüler Herrn Riedel während eines Praktikum-Besuchs.

Das Schulprojekt "Rollstuhlbasketball macht Schule" in SH ist eine Kooperation vom Deutschen Rollstuhl-Sportverband e.V. und der UK Nord, die das Projekt finanziell unterstützen. Zwei Trainer besuchten die Klasse, um ihnen das Leben eines Rollstuhlfahrers näher zu bringen und auf spielerische Art und Weise einen guten Einblick zu geben. Die Rollstühle wurden von den Trainern mitgebracht. Zuerst bekamen sie einen kleinen Grundkurs, der die Schüler einführen sollte. Um warm zu werden, fingen sie an mit normalem Geradeausfahren, später mussten sie leichte Kurven fahren. Anschließend machten sie Partnerübungen und bekamen einen Basketball in die Hand, um ein Spielgefühl zu entwickeln. Das Aufwärmtraining dauerte 90 Minuten, anschließend symbolisierten  sie 30 Minuten ein Spiel.

Allgemein lässt sich zu dem Sport sagen, dass es keine Geschlechtertrennung gibt und auch kein Unterschied zwischen eingeschränkten und nicht eingeschränkten Spielern gemacht wird. Die gesamte Punktzahl der Mannschaft beträgt 14,5 Punkte, die durch die Behinderungsgrade zusammen kommen.  Spieler, die in einem Rollstuhl festsitzen, bekommen eine höhere Punktzahl als die, die nicht dauerhaft in einem Rollstuhl sitzen.

Silja Grünitz erzählte, dass es anfangs sehr ungewohnt war, die Beine nicht zu bewegen, und dass dadurch die Arme sehr angestrengt waren. „Man war überfordert“, meinte sie. Jedoch fand sie, es war eine spannende und aufschlussreiche Erfahrung, einmal im Rollstuhl zu sitzen und trotzdem Sport zu treiben. Sie kann jetzt mehr nachvollziehen, wie sich Menschen in Rollstühlen fühlen. Auch Benjamin Lakaie-Andi erzählte uns, dass es interessant zu sehen war, wie man im Rollstuhl normal Sport machen kann. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so anstrengend sein kann“. Insgesamt war er doch ein wenig schockiert, wie hart es dann doch ist.

Beide meinten jedoch, dass es für sie ärgerlich war, dieses nur in der Sporthalle spielen zu können und nicht draußen. Außerdem bemängelten sie, dass sie nach dem Grundkurs nur noch eine sehr kurze Spielphase hatten. Silja erzählte uns noch, dass ihnen Handschuhe gefehlt hätten.

Insgesamt würden sie es als Erfahrung weiter empfehlen an die, die daran interessiert sind. Denn so bekamen sie einen ganz kleinen Eindruck von der Welt als Rollstuhlbasketball-Spieler.

Wer jetzt auch interessiert ist, aufgepasst! Am 16.-19. August findet die Weltmeisterschaft von Rollstuhlbasketball in Hamburg Wilhelmsburg statt.